Schwieriger Entscheid des Bundesrates: Der Bundesrat hat entschieden, die Gebühren der SRG nicht zu erhöhen, obwohl er anerkennt, dass die SRG einen zusätzlichen Finanzbedarf zur Erfüllung ihres Leistungsauftrages benötigt. Das ist für die SRG ein schwieriger Entscheid, denn sie muss damit mit weniger Geld die mindestens gleiche Leistung bieten. Deshalb wird diese Kampagne weitergeführt, um das volle Programm der SRG zu erhalten: Weitere Informationen
Das Märchen von den hohen SRG-Gebühren
Die Klagen über die zu hohen SRG-Gebühren sind unberechtigt. Gerade im Vergleich zum Ausland produziert die SRG kostengünstig. Unsere viersprachige Schweiz ist vielfältig aber nicht billig.
In keinem anderen Land Europas muss der öffentliche Rundfunk ein TV- und Radiovollprogramm für drei Sprachen und dazu noch ein ausgebautes Angebot für die RätoromanInnen produzieren. Und kein Radio/TV-Unternehmen erhält vergleichsweise von einem so kleinen Publikum Gebühren wie die SRG. Aber eine Sendung kostet gleich viel, ob sie für ein grosses oder ein kleines Publikum produziert wird. Das ist der Hauptgrund für die - auf den ersten Blick - höheren Rundfunkgebühren in der Schweiz im Vergleich zum Ausland. Sprachenvielfalt und Föderalismus ist in vielfältiger Hinsicht bereichernd, aber auch kostenintensiv.
Vergleichsweise tiefe Produktionskosten
Wenn die SRG nur in einer Landessprache produzieren würde, wären die Empfangsgebühren von heute Fr. 462.- fast 40 Prozent tiefer, sie würden noch ca. Fr. 277.- betragen. Im Vergleich dazu bezahlen die DänInnen für ein einsprachiges Programm jährliche Gebühren von Fr. 466.-, die Deutschen Fr. 342.- und die Österreicher Fr. 387.-. Und würde der Vergleich mit den Gebühren ins Verhältnis zu den höheren Löhnen und Preisen in der Schweiz gesetzt, dann steht die SRG noch viel besser da. Übrigens: Ein Abonnement für eine einzige Zeitung für 7 Tage kostet eher mehr als die Gebühren für alle Radio- und TV-Programme zusammen!
Starke Konkurrenz aus dem Ausland
In der Schweiz wird für ein kleines Publikum produziert. Der Werbemarkt ist deshalb beschränkt. Die Programmanbieter in der Schweiz stehen in einer starken Konkurrenz durch die grossen Anbieter aus den Nachbarländern mit den jeweils gleichen Sprachangeboten. Dazu kommt, dass durch die speziellen Schweizer Werbefenster Werbegewinne vom Ausland abgezogen werden.
Qualitativ gute Medien sind nicht gratis zu haben
Die SRG produziert insgesamt 18 Radio- und 8 Fernsehprogramme in vier Sprachregionen. Sie unterstützt zudem massgeblich den den Schweizer Film. Vergleichen lässt sich diese umfangreiche Leistung nur mit einem Abonnement einer grösseren Tageszeitung inklusive kombinierter Sonntagsausgabe. So kostet das Kombiabonnement der NZZ für 12 Monate 610 Franken und dasjenige für den Tagesanzeiger 509 Franken. Diese Zeitungen sind also einiges teurer als die umfangreichen SRG-Angebote für jährlich 462 Franken.
Durch den Programmabbau wird es teurer
Die SRG hat angekündigt, einige Programme zu streichen oder zu reduzieren, wenn ihre Einnahmen nicht erhöht werden. Eine gravierende Konsequenz für die KonsumentInnen wäre, dass diese Angebote dann ins Pay-TV abwandern. Die Folgen sieht man schon heute am Beispiel Fussball: Es werden längst nicht mehr so viele Fussballspiele der obersten Liga der Schweiz ausgestrahlt wie früher. Als Folge bezahlen zahlreiche TV-KonsumentInnen solche Angebote anderer Programmanbieter speziell. Mit einem Tarif von nur schon Fr. 2.50 pro Spiel (Kosten des bluewin-Angebotes) kommen die KonsumentInnen auf Zusatzausgaben, welche eine mögliche Erhöhung der Radio- und TV-Gebühren weit übersteigen.
Moderate Gebührenerhöhung liegt drin und ist notwendig
Eine Gebührenerhöhung von 4 Prozent entspricht zwar nicht ganz der medialen und allgemeinen Teuerung seit der letzten Gebührenerhöhung. Sie würde aber wenigstens teilweise die gestiegene «soziale Entlastung» zahlreicher AHV- und IV-RentnerInnen von der Gebührenpflicht und andere gestiegenen Ausgaben kompensieren. Pro Jahr würde diese Erhöhung rund 18 Franken ausmachen. Pro Monat sind das nicht einmal mehr 1.50 Franken.
Wenn Sie auch dieser Meinung sind, dann unterstützen sie bitte unsere Kampagne.
